INTRO / HISTORY

Y8 wurde im Jahr 2000 mit der Intention gegründet, aktuelle Kunst im Kontext Yoga zur Diskussion zu stellen. Y8 hat sich aus dem Langzeitprojekt participating, at the same time (seit 1995, Beginn bei Pat Hearn Gallery NY) entwickelt, in dem die Möglichkeit untersucht wird,  Philosophie und Praxis des Yoga in den Kunstkontext zu lancieren und auf die architektonische und sozial kodierte Situation von Ausstellungsräumen zu übertragen. In Folge dieses Projekts gab es an verschiedenen internationalen Kunstinstitutionen öffentlich zugängliche Yogasessions.

Die Plattform für die Yogapraxis in den Museen bildet das Y8 Bodenraster, welches aus 8 x 8 quadratischen Feldern besteht. Dieses Raster wird auf den Boden des jeweiligen Ausstellungsraumes übertragen und nach Osten hin ausgerichtet.

Y8 ist ein Ort, der seine Perspektive durch die wechselnden Ausstellungen regelmäßig verändert, wobei die Aussichtsplattform durch die ritualisierte Yogapraxis stabil bleibt. Y steht für die im Raum vollzogene Funktion, das Yoga, während durch die Hausnummer 8 der Ort bezeichnet wird.
Für Y8 ergibt sich daraus folgende Strategie: Man splittet den Ort von seiner Funktion, um Nichtvereinbares in ein Spiel zu bringen: Der Kunstraum bestimmt Oberfläche, Struktur, Licht und Material des Raumes, die Yogapraxis dagegen entscheidet über Regel, Ritual und Funktion.

Ein System von Öffnungen und Schließungen verbindet beide Teilsysteme und beinhaltet gleichzeitig deren Autarkie. Jeder Teil – Kunstraum und Yoga – ist so gehalten, sich den spezifischen Bedingungen des heterotopischen Systems auszusetzen und die Parameter des Anderen zu reflektieren.