BRUCE NAUMAN – mental exercise

15.02. – 21.04.2018

8 x Sinking (Face Down), 8 x Floor rising (Face Up)

In Kooperation mit der Ausstellung „Bouncing in the Corner: Die Vermessung des Raums“ der Hamburger Kunsthalle wird während des Zeitraums vom 15.02. bis 21.04. in je 30-minütigen Re-enactments das mental exercise von Bruce Nauman, Untitled (Perfomance Project for Leverkusen) aus dem Jahr 1969 mit Autorisierung des Künstlers performed.

15.02.2018, 19:00 Uhr, Hamburger Kunsthalle
Aufführung der Performance zur Ausstellungseröffnung „Bouncing in the Corner: Die Vermessung des Raums“ in der Hamburger Kunsthalle
Ausführende: Benita-Immanuel Grosser

20.02.– 21.04.2018, Y8
Wiederholung der Performance in gleichmäßigen Abständen (s. oben)

21.04.2018, 22:00 Uhr, Y8
Letzte Performance, im Anschluss Gespräch über die frühen Studioarbeiten von Bruce Nauman mit Dr. Brigitte Kölle, Sammlungsleiterin Kunst der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle, im Rahmen der Langen Nacht der Museen
Moderation: Nina Lucia Groß

Bruce Naumans künstlerische Praxis ist selbsterklärtes Werkzeug zur Erforschung und Selbsterfahrung von Raum, 
Zeit, Körper und Psychologie. Aus seinen frühen Studioarbeiten – die Wiederholung spezifischer, einfacher Aktivitäten als Erfahrungsinstrument – entwickelte er Handlungsanweisungen, die andere zu bestimmten Bewegungssequenzen auffordern.

In einer 16-teiligen Performancereihe führen nun Benita-Immanuel Grosser ein Re-Enactment einer solchen „mental exercise“ von Bruce Nauman aus. Den Zeitraum zwischen Ausstellungeröffnung in der Hambuger Kunsthalle und der Nacht der Museen in 16 exakt gleich lange Abstände teilend, finden die Performances zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten statt, zum Auftakt einmalig in der Öffentlichkeit der Hamburger Kunsthalle und in Folge in den Arbeits- und Studioräumen des Künstlerpaars selbst – auch dieser Raum steht jedoch zu den Performance-Zeiten interessierten BesucherInnen offen. Die Regelmäßigkeit und Konzentration der einzelnen Performance-Einheiten ordnet den gesamten Zeitraum, ähnlich wie die Bewegungen Bruce Naumans in seinen frühen Arbeiten den Raum seines Ateliers; sie versetzen die Zwischenräume zwischen den einzelnen Aktionen in Spannung und Aktivität. Eine Spannung, die es, den Bemühungen dieses Textes zum Trotz, weniger zu beschreiben, als zu erfahren gilt, wie es auch Bruce Nauman selbst formuliert: „Meine Arbeit ist immer weniger auf Wörter angewiesen. Es wird immer schwieriger, die Arbeiten zu erklären. Obwohl es jetzt einfacher ist, sie zu beschreiben, ist es fast nicht mehr möglich zu erklären, was sie tatsächlich mit einem machen.“

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Nähere info zur Ausstellung und dem Re-enactment der Performance in der Hamburger Kunsthalle hier