Yoga in 5 Punkten

nach Swami Vishnudevananda

KÖRPERSTELLUNG
Asanas wirken systematisch auf den ganzen Körper. Muskeln und Bänder werden gedehnt, gestreckt und gekräftigt, Wirbelsäule und Gelenke bleiben beweglich, der Kreislauf und Organe werden angeregt. Eine Yoga Asana sollte immer für einige Zeit gehalten werden (Asanas = Stellung, Sitz, Ort), somit werden sie zur geistigen Übung in Konzentration und Meditation.

ATMUNG
Die meisten Menschen benutzen nur einen geringen Teil ihrer Lungenkapazität zur Atmung. Durch das Üben einer vollen und rhythmischen Atmung kann man die Aufnahme von Sauerstoff erhöhen und somit das eigene Energiepotential steigern. Pranayama-Übungen laden den Körper neu auf und erfrischen die Geisteskraft, indem der Fluss des Prana (=Lebenskraft) regeneriert wird.

ENTSPANNUNG
Wenn Körper und Geist ständig überanstrengt werden, verlieren sie ihre Leistungsfähigkeit. Damit die Arbeit von Körper und Geist reguliert und ausgeglichen werden kann, muss die Energie, die vom Körper produziert wird, richtig eingesetzt werden. Dies ist der Hauptgrund Entspannung zu lernen.
Richtige Entspannung durch Autosuggestion löst Spannungen in den Muskeln, der ganze Körper kommt zur Ruhe. Man kann seine Energie besser bewahren und erlangt mehr Gelassenheit gegenüber Sorgen und Ängsten.

ERNÄHRUNG
Zur yogischen Ernährung gehört nicht nur, sich ein Grundwissen über gesunde Ernährung aufzubauen. Ebenso wichtig ist es, zu überlegen welche Nahrungsmittel in welcher minimalen Menge mit dem größten Nutzen für Körper und Geist aufgenommen werden können, mit der geringsten negativen Auswirkung auf die Umwelt und dem geringsten Schmerz für andere Lebewesen.
Eine auf diesen Kriterien basierende yogisch-vegetarische Ernährung bewahrt das Gleichgewicht von Körper und Geist und ist leicht verdaulich. Sie hält den Körper flexibel, beruhigt den Geist und verleiht Widerstandskraft gegen Krankheiten.

Ein grundlegendes Verständnis dieser Ernährungsweise vermitteln wir regelmäßig in unseren Kochworkshops.

MEDITATION
Meditation ist konfessionsübergreifend und für alle Menschen geeignet. Meditation hilft, negative Gedanken abzulegen, den Geist zu besänftigen und einengende Gedanken zu transzendieren.

Jeden Sonntag und Mitwoch ist Gruppenmeditation.


Peace Missions

Als weltweit handelnder Friedensaktivist überflog Swami Vishnudevananda militärisch abgesicherte Grenzen und „bombardierte“ von seinem peaceplane aus Krisengebiete mit Blumen und Yogaschriften. Einer Vision folgend gründete er 1969 den „True World Order“ und initiierte die erste Yogalehrerausbildung der Welt. Inzwischen wurden über 27.000 YogalehrerInnen weltweit in der Tradition des klassischen Yoga ausgebildet und verbreiten die aus früher Zeit überlieferte Lehre geistigen Friedens und strahlender Gesundheit.

Einheit in Verschiedenheit (unity in diversity)war mehr als ein Motto für Swami Vishnudevananda, es war ein sozialer Auftrag. Er sah die individuelle Yogadisziplin für Körper, Geist und Seele als einen Mikrokosmos des globalen sozialen Wandels. Seine politisch engagierten Friedensbemühungen waren eine logische Fortsetzung des verinnerlichten Yoga. Der in Indien geborene Swami gehörte zu den Pionieren, die das Yoga in den Westen brachten. Er zählte zu den herausragenden internationalen Friedensaktivisten der 1960er bis 1980er Jahre in der Tradition von Mahatma Gandhi und Martin Luther King. Eine wirkliche Einheit des Herzens ist die richtige Medizin für die Krankheit des Separatismus und der Uneinigkeit zwischen den Individuen.

Swami Vishnudevananda flog mit einem kleinen Flugzeug über den Atlantik zu den Hauptkrisengebieten dieser Zeit (z.B. Belfast, Suez-Kanal, Jerusalem, Lahore oder Bangladesh). Von seinem peaceplane aus (designed vom Pop-Art-Künstler Peter Max) „bombardierte“ er diese Krisengebiete mit Blumen und Yogaschriften und forderte das Ende der Gewalt. 1983 flog er über die Berliner Mauer von West- nach Ost-Berlin um zu zeigen, dass die Mauer nur eine von Menschen geschaffene Grenze ist, welche den Osten vom Westen trennt – den Menschen vom Mensch. Und dass sie jederzeit vom Menschen auch wieder überwunden werden kann.